Wiard Witholt - Bariton

Wiard Witholt, holländischer Bariton, ist seit August 2009 Ensemblemitglied des Anhaltischen Theaters Dessau. Er studierte am Conservatorium van Amsterdam bei David Wilson-Johnson. Von 2005 bis 2006 war er Mitglied des Opera Studio Nederland und anschließend bis 2008 des Atelier Lyrique an der Opéra National de Paris. Er besuchte Meisterkurse bei Jard van Nes, Robert Holl, Ann Murray, Graham Clark und Brigitte Fassbaender.

Seit August 2009 ist er dem Ensemble des Anhaltischen Theaters in Dessau beigetreten, wo er u. a. in Partien wie Heerrufer (Lohengrin), Pietro (La Muette De Portici), Ping (Turandot), Eisenstein (Die Fledermaus), Silvio (Pagliacci), Schaunard (La Bohéme), Valentin (Faust von C. Gounod), Danilo (Die lustige Witwe), Angelotti (Tosca), Zurga (Les Pêcheurs de Perles), Belcore (L’elisir d’amore) und Mister X (Die Zirkusprinzessin) aufgetreten ist.

Weitere Gastspiele führten ihn u. a. nach Madrid (Teatro Real), Liège (Opéra royal de Wallonie), Straßburg (Opéra national du Rhin), München (Opernfestspiele der bayerischen Staatsoper), Amsterdam (Nationale Opera Amsterdam), Paris (Opéra-Comique).

Während der Spielzeit 2015/2016 beteiligte er sich in der Rolle des „Messager“ an der Uraufführung von Penthesilea des französischen Komponisten Pascal Dusapin an der Monnaie. Die Begegnung mit dem Komponisten führte zu einem nächsten Engagement, im Rahmen des Sydney Festivals 2016, wo Wiard Witholt die Hauptpartie in Dusapins Passion gesungen hat.

Ferner gehören zu seinem Repertoire die Requiems von Brahms, Duruflé und Fauré, Rossinis „Petite Messe Solen nelle“, die Oratorien von Mendelssohn sowie Mahlers „Kindertotenlieder“ und „Lieder eines fahrenden Gesellen“.

Michael Ha - Tenor

Der in Südkorea geborene Tenor Michael Ha studierte Gesang an der Hanyang Universität in Seoul. Dort vollzog er einen Fachwechsel vom Bariton zum Tenor. Anschließend studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg und an der Universität Mozarteum Salzburg. Darüber hinaus ist er Stipendiat des Richard-Wagner- Verbandes und besuchte Meisterkurse bei Margreet Honig, Mietta Sighele, Dame Gwyneth Jones sowie bei Rudolf Knoll an der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg. Weitere Impulse erhielt er durch die italienischen Maestri Gianfranco Cecchele und Nicola Martinucci.

Nach seinem Master 2012 wurde er ins Ensemble des Staatstheater Braunschweig engagiert, wo er seither eine Vielzahl von Rollen sang, u. a. Nemorino (L’elisir d’amore), Tamino (Die Zauberflöte), Don Basilio (Le nozze di Figaro), Hohepriester (Saul), Aquilio (Farnace), Un Incredibile (Andrea Chenier) oder Il Duca di Mantova (Rigoletto). Mit großem Erfolg gab er sein Debüt sowohl in der Rolle des Canio (Pagliacci) als auch als Turiddu (Cavalleria rusticana). 2017/18 gastierte er als Nemorino in Dänemark mit der Danish National Opera.

Neben der Opernliteratur beschäftigt er sich auch intensiv mit dem deutschen Kunstlied und dem Oratorium. Konzerte führten ihn u. a. mit Orffs Carmina Burana nach Italien. Dort folgte im Jahr 2018 Verdis Messa da Requiem. Zudem sang Michael Ha bei der UNICEF-Deutschland- Gala in Köln und trat im Januar 2018 mit Arien von Puccini (u. a.) bei der Neujahrsgala der Hamburger Symphoniker auf.

2018 wurde er beim „XXV Riccardo Zandonai-Wettbewerb“ in Riva del Garda (Italien) mit dem „Riccardo Zandonai-Preis“ für die beste Interpretation einer Arie des gleichnamigen Komponisten ausgezeichnet. Zudem war er im September 2018 erster Preisträger des Tosca Wettbewerbs in Andora (Italien).

Cornelie Isenbürger - Sopran

Cornelie Isenbürger Sopran Die Tochter eines Kirchenmusikdirektors studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen und an der Robert-Schumann- Hochschule in Düsseldorf. Sie war Preisträgerin des Gesangswettbewerbs der NRW-Musikhochschulen. Bereits während des Studiums begann sie ihre intensive Konzerttätigkeit, mit dem Schwerpunkt auf den Werken Bachs, Händels, Mozarts und Mendelssohns. Nach einem ersten Festengagement am Landestheater Coburg kam sie 1999 an das Theater Bielefeld. Hier war und ist sie in vielen großen Partien ihres Fachs zu erleben, u. a. als Pamina, Morgana in Händels Alcina, Susanna, Gilda, Poppea, Ophélie (Hamlet), Adina (Der Liebestrank) und Romilda (Xerxes) sowie in verschiedenen zeitgenössischen Opern und Uraufführungen, aber auch in Musicalpartien wie Maria (West Side Story). In der aktuellen Spielzeit steht sie u. a. als Sister Rose in Heggies Dead Man Walking, Oriane in J. Ch. Bachs Amadis und Eurydike in Offenbachs Orpheus in der Unterwelt auf der Bühne. 2001 verliehen ihr die Theater- und Konzertfreunde Bielefeld e. V. den Operntaler.

Gastengagements führten Cornelie Isenbürger an die Bayerische Staatsoper, das Nationaltheater Mannheim, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen sowie die Theater in Oldenburg, Saarbrücken, Wuppertal, zu den Bad Hersfelder Festspielen, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Mannheimer Mozartsommer und zu den Bregenzer Festspielen.

Für die Rolle der Almirena (Rinaldo) wurde sie 2006 von den Kritikern der Zeitschrift OPERNWELT als „Nachwuchssängerin des Jahres“ nominiert. Seit gut 15 Jahren ist Cornelie Isenbürger auch als Gesangslehrerin aktiv.